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GARTEN NUTZEN ZIEHEN
31. Mai - 6. Juni 2012

Gartenkulturelle Forschung bewegt sich in einem interdisziplinären Feld. Im Vorwort von Stefanie Hennecke und Gert Gröning zum Buch „KUNST GARTEN KULTUR heißt es „Die kulturelle Tradition der Freiraumentwicklung vom privat genutzten Selbstversorgungsgarten über weitläufige, öffentlich zugängliche Parkanlagen bis zu regionalen Freiraum-konzeptionen ist Gegenstand der Kunst- und Kulturgeschichte, der Sozial- und Politikwissenschaft und anderer wissenschaftlicher Disziplinen.“ Der Garten als Inhalt für künstlerische und kulturgeschichtliche Auseinandersetzungen ist vielschichtig und umfangreich. Eine detailierte Darstellung des Themas würde den Rahmen und die Mittel der ARTENNE überschreiten.

Deshalb wollen wir im Jahresprogramm 2012 den Fokus auf das „Nutzen ziehen“ legen.
2011 galt das Interesse dem 170jährigen Bauernhaus, in dessen ehemaligem Stall die ARTENNE beheimatet ist. Die Ausstellung HAUS STALL GARTEN widmete sich den drei Bereichen, von denen die Arbeit im Bauernhaus geprägt war. Das Modul „Garten“ ist der Link zum diesjährigen Programmschwerpunkt. Ausgehend vom Bauerngarten, der für die Selbstversorgung ein wichtiger Bestandteil bildete, möchten wir den Garten als Feld interdisziplinärer Betrachtungen im Hinblick auf die wirtschaftliche sowie künstlerische Bedeutung in Vergangenheit und Gegenwart mit den für uns zur Verfügung stehenden Mitteln thematisieren.
Das Projekt soll von Mai bis Oktober modular wachsen.

Begleitet wird die Ausstellung von einem PROGRAMM, das sich an eine breite Bevölkerungsschicht wendet. Eingebunden werden private und gewerbliche GärtnerInnen, Vereine, Institutionen und Schulen.


GARTEN NUTZEN ZIEHEN
„Im Kern erfüllen Gärten drei, einander weitgehend ausschließliche Funktionen: Sie bringen entweder Ertrag, oder schaffen angenehme Empfindungen, oder sie dienen dem Transfer von Wissen.“ Der Anspruch von KünstlerInnen geht meist über das rein Nützliche oder kontemplative hinaus, Gärten werden nicht nur als sinnlicher Erfahrungsraum konzipiert sondern öffnen reflexive Räume. Alfred Graf hat die Kuratierung der künstlicherischen Ausstellung übernommen.
Es werden Positionen von Kunstgarten (Irmi und Reinfrid Horn), Peter Assmann, Gabriele Berger, Wolfgang Bleier, Alfred und Marlies Graf, Barbara Kanzian, Marianne Kohler-Schneider und Sandra Sam, Julia Sing (D), Hannah Stippl und Anita Duller, Weidlfein, Gartenkunst (Bernd Hochwartner), Pavel Schmidt (CH) und Johannes Zechner gezeigt.

Nutzgarten
Der hauseigene Garten mit Glashaus bei der ARTENNE dient als Beispiel vor Ort für die Geschichte des Nutzgartens und thematisiert die Vorratshaltung und Selbstversorgung anhand des Kartoffelackers, des Krautgartens, des Anbaus von Getreide, Mais, Wein und Obst von der Vergangenheit bis in die Gegenwart.

Gartenporträts
öffnen den Blick in die Region. Menschen und ihre Nutzgärten unter Einbeziehung relevanter Kulturpflanzen mit dem Blickwinkel einer exemplarischen Darstellung historischer und zeitgenössischer Vorbilder des privaten (Selbst)Versorgungsgartens werden vorgestellt. (Bauerngarten, Arbeitergärten, bürgerliche Gärten, …).

Rundgänge und Gartenbesuche
Die Rundgänge sind als Ausstellung im Umfeld der Artenne konzipiert. Die Besucher haben die Möglichkeit die unmittelbare Umgebung mit einem Booklet zu erforschen, das einen Ortsplan und Beschreibungen beinhaltet.

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Foto: ARTENNE

Markthalle
In der „Markthalle“ sollen hier im Frühjahr und Herbst unterschiedliche Angebote möglich sein. Diese reichen von Literaturmatinees, Markttagen, an denen regionale Produkte von Biobauern aus dem Oberland angeboten werden, bis Gartentheater, Garten-Workshops, Ideen- und Tauschbörsen, Vorträgen, Gesprächen ua.

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Foto: Jussel Ulrike









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