Herbstausstellung
Die Herbstausstellung der Artenne Nenzing trägt den Titel „Konstellationen des Möglichen“. Das Thema wurde bewusst so gewählt, dass es den teilnehmenden KünstlerInnen ein großes Maß an Gestaltungsfreiraum offen lässt. Der Begriff kann dabei in der Vergangenheit ansetzen, im Sinne von Begonnenem und Angefangenem, oder rein in die Zukunft gerichtet sein, wenn es etwa um neue Wege, Perspektiven und Aussichten geht, auf die verwiesen werden kann.

Dazu zählen auch Aufbrüche, wobei man dabei durchaus auch an die Anfangszeilen eines Gedichtes von Ludwig Thiek denken könnte: "Keinen hat es noch gereut, der das Ross bestiegen." (Ludwig Tiek: „Aufmunterung“), der damit zum Reisen auffordern will, um Neues zu entdecken. Das hat im Wesentlichen auch mit „Heimat“ zu tun. Denn die innere und äussere Heimat ist immer nur ein Ausgangspunkt. Wer zu neuen Ufern gelangen will, muss das Risiko des Aufbruchs auf sich nehmen. In jeglicher Hinsicht. Entsprechend kann eine Reise genauso nach innen wie nach aussen führen.

Oder, aus philosophischer Sicht: Nach Auffassung des Existentialisten Martin Heidegger ist das von Künstlerhand geschaffene Werk sinngemäss derjenige Ort, an dem und in dem sich das Wechselspiel zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit vollzieht.

Und Möglichkeit impliziert immer auch Veränderung. Wobei der Faktor Zeit als eine absolute Triebfeder angesehen werden kann. Indem sich der Mensch auf einem linearen Weg durch die Zeithorizonte bewegt, glaubt er beständig, Vergangenheit hinter sich zu lassen, und mit dem Abstand der jeweiligen Gegenwart verfällt der Orientierungswert aller in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen. Die Zukunft erscheint dabei als offener Horizont von Möglichkeiten, auf den sich der Mensch hin bewegt. Zwischen dieser Zukunft und jener Vergangenheit verengt sich die Gegenwart zu einem „nicht mehr wahrnehmbar kurzen Moment des Übergangs“. (Charles Baudelaire) (Vgl. dazu Hans Ulrich Gumbrecht: Vergangenheit denken. Aus: Konstellationen, 2011)

Konstellationen des Möglichen
Gottfried Bechtold, Melanie Berlinger, Cornelia Blum-Satler,
Harald Gmeiner, Harald Grünauer, Alois Galehr, Thomas Hoor, 
Michael Mittermayer, Norbert Pümpel, Ruth Rhomberg-Malin, 
Dorothea Rosenstock/ Franziska Stiegholzer, Manfred Schlatter, 
Veronika Schubert, Monika Thomas, Alexandra Wacker, Stefan Waibel 

 

5.9. bis 11.10.
Öffnungszeiten: jeweils Mi u. So 16.00 - 19.00 h

Eintritt: 5/3 Euro

Es gilt die Maskenpflicht!

Eröffnung um 18 Uhr im Garten, anschließend ist die Ausstellung bis 19 Uhr zugänglich. 
Um 20 Uhr spielt die Vorarlberger Band "MOSE".

Es gilt für beide Veranstaltungen die Maskenpflicht!